Jahreszeiten im Leben einer Frau - kfd Dekanatstag am 07.10.2017

Marie-Luise Ackva, die diesjährige Referentin war nach Steinbach gekommen, um über "Die Jahreszeiten im Leben einer Frau" nachzudenken und zu berichten.

117 Frauen hatten sich eingefunden und wurden von der Dekanatsvorsitzenden Doris Böhm begrüßt. Zunächst labten sich die Frauen am reichhaltigen Buffet, das "Dino" mit seinen Helferinnen zusammengestellt hatte. Frauengespräche wurden geführt, Bekannte begrüßt und dann konnte man sich auf die Referentin einstellen.

Frau Ackva: Unser Leben ist wie ein Garten, es ist ein Geschenk Gottes und wir müssen entscheiden, wie wir mit diesem Geschenk umgehen wollen.

Das Gartenjahr/das Leben beginnt mit dem Frühling. Der Frühling ist das Fundament des Lebens. Der Frühling drückt unserem Leben seinen Stempel auf, die äußeren Umstände prägen uns und unsere Interessen und Vorlieben, unsere Talente, unsere Wünsche und Pläne.

Unsere Feinde der Entwicklung sind die Unkräuter und Schädlinge, wir müssen sie bekämpfen und ausrotten; Egoismus, Minderwertigkeitsgefühle, Überheblichkeit....Im Frühling unseres Lebens fallen grundlegende Entscheidungen für Beruf, Ehepartner, Kinder, Werte.

Die Frage stellt sich, ob wir uns mit unseren eventuell geplatzten Träumen versöhnen können?

Der Sommer ist die Konsequenz aus dem Frühling, er ist die Zeit des Wachstums, er ist die Zeit der Bewährung, die Zeit der vollen Kraft, der Standfestigkeit, der Blüte. Wir Frauen sollten unsere Bestimmung finden, wir sind empathisch, dem Schönen zugänglich, wir können Entwicklungsprozesse anstoßen, wir sollten Beziehungen pflegen.

Der Sommer ist aber auch die Zeit, um Sinnfragen zu stellen: Wer bin ich, woher komme ich, wohin gehe ich. Was will ich in meinem Lebensgarten noch ändern?

Der Herbst ist sowohl im Garten, als auch im Leben die Zeit der Ernte. Nur was wir im Frühling gesät und im Sommer gepflegt haben, kann jetzt zur Reife gelangen.  Der Herbst ist aber auch die Zeit des Loslassens z. B. unserer Kinder, Abstand zu halten, ohne dabei gefühlskalt zu werden. Wir müssen lernen, die Kraft des Sommers nicht mehr zu haben, zurückzutreten und die reifen Früchte zu genießen ohne dabei griesgrämig zu werden.

Im Herbst fühlen wir  aber auch die erste Ahnung der Vergänglichkeit.

Der Winter steht am Ende eines Jahres/ einer Lebenszeit. Nun stellt sich die Frage, wie machen wir unseren Garten winterfest?

Haben wir ein Testament verfasst, haben wir eine Patientenverfügung hinterlegt, haben wir uns von Dingen getrennt, die unnötig sind, haben wir Frieden gemacht mit uns und unseren Nächsten?

Der Winter bringt uns Ruhe und Kälte, unser Leben wird beendet sein.

Der Winter ist die Vorbereitung auf die Ewigkeit, Gott wird uns beim Namen rufen und uns fragen: "Was hast du aus deinem Leben gemacht?"

Alles was uns belastet können wir zu Jesus Christus bringen, alles Ungenügende, alle Scherben, alle Lügen. Nur durch seine Vergebung können wir dem Zugriff der Vergangenheit entgehen.

Jesus Christus spricht: "Wer an mich glaubt, hat das ewige Leben. Lass dich versöhnen mit Gott!"

Frau Ackva beschließt ihren "Gang durch unseren Garten" mit den Worten:

Sag ja zum Jetzt, sag ja zu deiner Jahreszeit.

Mit reichlichem Applaus wurde die Referentin bedacht, sie hatte viele Fragen und Gedanken angestoßen, die uns zum Nachdenken und zum Diskutieren brachten.

Die Dekanatsvorsitzende dankte Frau Ackva für ihr Kommen und überreichte ein Präsent.

306,60 Euro wurden für die Müttergenesung des Bistums gespendet.


Text: Christel Hünermund (Schriftführerin der kfd Steinbach)                                                                                                                                                Bilder: Claudia Engel