Ökumenische Gemeindefahrt nach Eisenach

Auf Anregung der Kolpingfamilie Eiterfeld haben 51 Teilnehmer der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden die thüringische Stadt Eisenach bereist. Ziele waren das Burschenschaftsdenkmal, die Wartburg, das Lutherhaus und die Drachenschlucht. 

Im Austausch zwischen Kolpingvorstand und Initiatoren der evangelischen Gemeinde reifte bald der Gedanke an eine ökumenische Gemeindefahrt. Christoph Hau aus Eiterfeld übernahm die Korrespondenz mit den Trägern der Reiseziele und traf alle erforderlichen Verabredungen. Um Details vor Ort kümmerte sich Ludwig Hohmann. Und so war der Bus mit 23 evangelischen und 28 katholischen Gemeindemitgliedern voll besetzt. Mit im “Boot“ waren der evangelische Pfarrer Karl-Josef Gruber und der katholische Pfarrer Markus Blümel. 

Im Rahmen einer ökumenischen Morgenandacht in der Kirche St. Annen beschrieb Pfarrer Gruber eine Burg als Ort der Geborgenheit. In ihr fanden die Menschen viele Jahrhunderte Schutz. Martin Luther spricht in seinem Lied “Ein feste Burg ist unser Gott“ – Text und Melodie stammen von ihm – von Gott als dem Beschützer in allen Ängsten und Nöten. Und Pfarrer Gruber überraschte mit den Fragen: Was stärkt und schützt uns heute? Wem bieten wir heute Schutz und Geborgenheit?

Am Ende des langen und überaus harmonischen Tages ergab sich nach der Rückkehr in Eiterfeld im evangelischen Gemeindezentrum ein lockerer Gesprächsaustausch über “Gott und die Welt“. Mit einer guten Portion Optimismus müsse man das Miteinander gestalten. Es dürfe heute niemand in unseren Kirchen veranlasst sein, das Trennende in 95 Thesen zu formulieren.