Feierlicher Gottesdienst zum Ende des Wallfahrtsjahres auf dem Gehilfersberg bei Rasdorf

Die voll besetzte Wallfahrtskirche beim Festgottesdienst am Tag des Heiligen Wendelinus ist ein Zeichen dafür, dass der Gehilfersberg bei Rasdorf eine große Anziehungskraft besitzt. Zelebrant Pfarrer Reiner Modenbach hielt am Ende des Wallfahrtsjahres 2017 eine kurze Rückschau. Nicht nur die Wallfahrtsgottesdienste an Ostermontag, Pfingstmontag, die Gebetsnacht sowie die Kolping- und Frauenwallfahrt seien gut besucht gewesen, sondern ebenso die regelmäßigen Gottesdienste an den Samstagen. Die Kirche zu den Heiligen 14 Nothelfern sei auch für persönliche Feste insbesondere Hochzeiten oft genutzt worden.   Sein Dank galt deshalb besonders den Küsterfamilien Karl–Heinz und Maria Lenz und Manfred und Gerlinde Schmitt, den Organistinnen und Organisten, Messdienerinnen und Messdienern, Kommunionhelferinnen und -helfern sowie den zelebrierenden Pfarrern und den Fahrdiensten des Pfarrgemeinderates. In seiner Predigt ging der Ortspfarrer auf die Bedeutung des Heiligen Wendelinus im ländlichen Raum ein. Die Frage der Bewahrung der Schöpfung sei heute aktueller denn je. Kritisch betrachtete er Aussagen von Präsident Trump und aus China, in denen das Wirtschaftswachstum dem Klimaschutz vorgezogen werde. Wir Christen hätten die Pflicht, alles uns mögliche zu tun, um die Erde den nachfolgenden Generationen zu erhalten. Der Bauernheilige mahne uns in der Hektik des Alltags nach Oasen der Ruhe zu suchen. Sie würden Platz bieten, um neue Kraft zu schöpfen. Für ihn habe das Lob Gottes an erster Stelle gestanden, gefolgt von Mensch, Lebewesen und Natur.   Pfarrer Reiner Modenbach wünschte den Gläubigen im Vertrauen auf den Schöpfergott einen guten Weg zu gehen. Er lud jetzt schon die Gläubigen für Ostermontag zur Eröffnung des Wallfahrtsjahres 2018 ein. Der Heilige wird auf dem Gehilfersberg besonders verehrt und ist gleich in zwei figürlichen Darstellungen in der Wallfahrtskirche zu finden. Die neuere Figur wurde von dem Rasdorfer Künstler Reinhold Priller aus Balkenresten der im Jahre 1996 durch Brandstiftung zerstörten Kirche geschnitzt. Mit Ende des Wallfahrtsjahres wird die Kirche über die Winterzeit geschlossen und die samstäglichen Gottesdienste entfallen. Ein Blick in das Kircheninnere und auf den Hauptaltar mit den 14 Nothelfern ist durch eine Glasscheibe am Haupteingang möglich.


Text: Winfried Möller                                                                                                                                                                                                                     Bilder: Winfried Möller