Wallfahrtsjahr 2018 wurde eröffnet - Samstags wieder regelmäßige Gottesdienste auf dem Gehilfersberg.

Mit einem festlichen Gottesdienst wurde das Wallfahrtsjahr 2018 in der Wallfahrtskirche zu den Heiligen 14 Nothelfern auf dem Gehilfersberg bei Rasdorf eröffnet. Für den erkrankten Generalvikar Professor Dr. Gerhard Stanke, Fulda, der traditionell das Wallfahrtsjahr eröffnet, war eigens Weihbischof Karlheinz Diez, Fulda ins Hessische Kegelspiel gekommen. Trotz kühlem Wetter, aber bei Sonnenschein hatten sich viele Gläubige aus dem Hünfelder und Fuldaer Land sowie dem Geisaer Amt auf den Weg gemacht, so dass einige in der Kirche nur einen Stehplatz hatten. Als seinen Emmausgang titelte der Weihbischof sein Kommen auf den Heiligen Berg der nördlichen Rhön zu Beginn seiner Festpredigt, anknüpfend an eine bayrische Tradition. Das Leben der Emmausjünger, die nach dem Tod Jesu aus Jerusalem geflohen seien, habe sich durch die Begegnung mit dem Auferstanden gewandelt. Auch in unserem Leben gäbe es Ereignisse, wie Trauer oder Hoffnungslosigkeit, die sich in unser Gedächtnis bleibend eingraben würden. So wie Christus Anteil an der Not der Emmausjünger genommen hätte, würde er auch an unserer Not und Trauer Anteil nehmen. Viele Wallfahrerinnen und Wallfahrer würden sicher deshalb auch auf den Gehilfersberg kommen. Das Kurzgebet, „Herr bleib doch bei mir“, könne für sie zur freudenreichen Wandlung führen. Die Emmausgeschichte sei auch eine eucharistische Erzählung. Sie hätten den Auferstanden am Brotbrechen erkannt und seien zurückgekehrt, um die frohe Botschaft zu verkünden. Die 14 Nothelfer hätten ebenfalls ein Gespür für Christie Liebe gehabt. Auch wir Christen erhielten am Schluss jedes Gottesdienstes den Sendungsauftrag seine Liebe zu verkünden. Das „Vater unserer", das in allen Sprachgen der Welt gebetet würde und das Kreuz seien Zeichen von Jesu Liebe. Bei einer Wallfahrt zum Gehilfersberg könne man diese Sprache „trainieren“ und die Wallfahrtskirche würde zum Emmaus für Wallfahrerinnen und Wallfahrer. In ihr werde Kraft und Zuversicht geschenkt. Am Schluss wünschte der Weihbischof den Anwesenden, dass auch sie das Brennen der Emmausjünger spüren würden, damit es ihnen und den Mitmenschen zum Segen werde. Zu Beginn der Eucharistiefeier hatte Ortspfarrer Reiner Modenbach nach der Begrüßung darauf hingewiesen, dass ab sofort jeden Samstag um acht Uhr wieder Gottesdienst in der Wallfahrtskirche gefeiert würde. Am Schluss überreichte er Professor Dr. Karlheinz Diez als Dank eine Gehilfersbergkerze.

Text: Winfried Möller                                                                                                                                                                                             Bilder: Winfried Möller