Ökumenische Radwallfahrt von Hessen nach Thüringen

Über eine volle Wallfahrtskapelle zu den Heiligen 14 Nothelfern auf dem Gehilfersberg konnten sich die Pfarrer Harald Krüger, Mansbach und Reiner Modenbach, Rasdorf/ Großentaft freuen. Mit einem ökumenischen Gottesdienst des Kirchspiels Vorderrhön und der katholischen Kirchengemeinde wurde der Abschluss der Gebetswoche für die Einheit der Christen gefeiert. Plastisch stellten drei Personen die Befreiung von Ketten dar, während zwei Frauen mit Texten die Gläubigen mit der Situation von Christen in der Karibik in Berührung brachten. In seiner Predigt betonte Pfarrer Harald Krüger, dass Begeisterung, die befreie, zum Pfingstfest gehöre. Man solle bewusst zur Seite legen, was trenne. Die Pflege der Gemeinsamkeiten sei wichtiger und bedeutender. Pfingsten sei schließlich der Geburtstag der christlichen Kirche. Der Prediger verwies auf die Geschichte Israels im Alten Testament. Gott befreite das Volk von den Ketten der Knechtschaft. Wir Christen seien durch die eine Taufe zu Kinder Gottes befreit worden. Christentum heute fordere Einheit und Visionen, um den Menschen unserer Zeit Hoffnung geben zu können. Bei den Fürbitten gelang es die Menschen gleich der Laolawelle in Bewegung zu bringen als Zeichen für Verbindendes und Segen. Im Anschluss an den ökumenischen Gottesdienst, der an der Orgel von Michael Heller, Buttlar begleitet wurde, gab es einen Mittagimbiss vor der Rasdorfer Stiftskirche.

So gestärkt, machten sich etwa 40 Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf den Weg zur Klosterruine Mariengart im benachbarten Thüringen. Die Route führte über den Kegelspielradweg und den Oechsenradweg. Unterwegs hielt die Gruppe mehrmals in Kirchen und an markanten Wegstationen wie einem Bildstock und einer Quelle an, um von Gemeindereferent Stefan Arnreich (Großentaft) und Pfarrer Karl Josef Gruber (Eiterfeld) geistliche Impulse zu Pfingsten aufzunehmen und miteinander zu singen. Nach 2,5-stündiger Fahrt wurde Mariengart erreicht. Helfende Hände aus Großentaft und Rasdorf hatten dort für Kaffee und kalte Getränke gesorgt, die Wallfahrtsteilnehmer teilten mitgebrachten Kuchen. In der Kirchenruine wurde der Abschluss mit einer kurzen Andacht gemacht, in der der katholische Ortspfarrer Ulrich Piesche (Dermbach) den Segen sprach. Das Wetter war für die erste gemeinsam unternommene Wallfahrt ideal. Mit guten Impulsen für die ökumenische Zusammenarbeit und das persönliche Leben trennte sich die Gruppe und nahmen den zweiten, ca. 16 km langen Rückweg bis Rasdorf wieder auf.


Text: Pfarrer Karl Josef Gruber, Stefan Arnreich  und Winfried Möller                                                                                          Bilder: Pfarrer Karl Josef Gruber, Winfried Möller