Setzelbach feierte Patronatsfest

Mit Mariä Vermählung feierte die Kirchengemeinde Setzelbach am 23. Januar ein in der Diözese Fulda einmaliges Patronatsfest.  Die Szene der Vermählung zwischen Maria und Joseph wird im Altarbild des barocken Hochaltars in der dortigen Kirche dargestellt. Signiert ist das Bild von dem Fuldaer Maler Clemens Witzel (1864). Ein Bild mit der gleichen Darstellung und vom gleichen Maler findet sich in der Marienkapelle des Fuldaer Domes. 

Das Fest Mariä Vermählung wurde im 15. Jahrhundert zum ersten Mal in Chartre/Frankreich gefeiert und im Jahre 1725 ins Kirchenjahr eingeführt. Heute wird Mariä Vermählung weniger Bedeutung beigemessen,  obwohl die Vermählung Marias in der Bibel belegt ist.

Joseph hat sich, nachdem ihm im Traum ein Engel erschienen war und ihn aufgefordert hatte, Maria zu sich zu nehmen, an Maria gebunden. Auch Maria hat sich an Josef gebunden. Als Mutter Jesu, des Gottessohnes, war Maria ebenso „Magd des Herrn“ - an Gott gebunden. Dass ihr Kind Sohn Gottes war, wird auch durch die Begegnung von Maria mit ihrer Verwandten Elisabeth in der Heiligen Schrift belegt.

Der Festgottesdienst endete mit dem eucharistischen Segen. Nach dem Festgottesdienst, der von Beate Ochs, Hünhan, die aus Setzelbach stammt, musikalisch an der Orgel mitgestaltet wurde, feierten die Setzelbacher mit Gästen in ihren Familien das Patronatsfest.