Die Reise zum Weltjugendtag

Am 14.01 um 23:30 brechen wir in Eiterfeld nach Fulda auf. In Fulda angekommen, bekommen wir zuerst unsere Hüte (die jeder deutsche Pilger bekommt) und Buttons sowie Bücher mit Liedern und Informationen zu Panama. Nachdem die Busse in Fulda angekommen waren, starteten wir unsere Reise mit der Fahrt nach München. Die Busfahrt war ruhig. Einige konnten schlafen, andere ruhen und wieder andere waren die ganze Fahrt wach. Um 5 Uhr waren wir endlich in München angekommen und bereit, den Flug anzutreten, jedoch hatten wir noch Angst, dass der Streik uns daran hindert, was zum Glück nicht so war. Nachdem wir dann noch 1 Stunde auf den Check-In gewartet haben, konnten wir durch die Sicherheitskontrolle und dann ins Flugzeug. Der Flug von München nach New York dauerte 9 Stunden, in denen wir das Entertainment-Programm nutzten. Danach hatten wir eine Stunde Aufenthalt in New York und brachen dann nach Panama auf. Nach 5 Stunden Flug kamen wir in Panama City an und wurden von den Volontären freundlich begrüßt. Da wir so viele Leute aus Fulda sind, mussten wir auf drei Pfarreien aufgeteilt werden. Wir sind in die Gruppe der weit entferntesten gekommen und hatten noch eine Busfahrt von 4 Stunden vor uns. Nachdem wir im ersten Ort angekommen waren und von den Bewohnern singend und mit Feuerwerk empfangen wurden, dachten wir zuerst, dass die Reise nun vorbei sei. Wir stellten unsere Gepäck in die Kirche und im Anschluss gab es Essen in einem kleinen Haus neben ihr.

Es wurde Abend und es wurde morgen, 1. Tag

Doch dann erfuhren wir, dass Gruppe Eiterfeld in 5 Stunden zu einem Ort reist, welcher nur mit dem Boot zu erreichen ist. Danach zogen wir noch in zwei Häuser um wenigstens noch 3 Stunden schlafen zu können. Nachdem wir aufgewacht waren, machten wir uns fertig für unsere Bootsfahrt und begaben uns zum Steg, von welchem es losgehen sollte. Nach 20 Minuten Bootsfahrt über den Fluss Rio Miguel, welcher direkt ins Meer mündet, kamen wir in einem kleinen Ort namens Nazareth an und wurden von den Familien begrüßt. Nach der Begrüßung durch die Familien, wurden wir auf diese aufgeteilt und bezogen unser Zimmer. Danach gab es direkt Frühstück, welches sehr lecker war und extra für uns vorbereitet wurde. Wir lernten die Familien genauer kennen und freundeten uns immer mehr an. Zwar gab es die Hürde der Sprache, doch wir hatten eine Dolmetscherin dabei, welche diese für uns überwunden hat. Danach haben wir gefragt, ob wir einen Ausflug in den Dschungel unternehmen könnten. Die Bewohner des Dorfes stimmten diesem zu und zeigten uns den Dschungel, der direkt hinter ihrem Dorf begann. Für die Einheimischen war dies genau so ein Abenteuer wie auch für uns.

Große Seltenheit...


Danach feierten wir gemeinsam die heilige Messe, welche in diesem Ort nur 2 mal im Jahr stattfindet. An allen weiteren Tagen beten die Familienmitglieder selber den Rosenkranz oder die Tagzeiten und halten somit das geistliche Leben auch ohne einen Priester aufrecht. Nachdem wir die Messe gemeinsam gefeiert haben, gab es das Abendessen. Wir lernten neue Gemüsearten kennen und probierten alles, was man uns gab. Danach sagten wie gute Nacht und fielen tot müde ins Bett.

Es wurde Abend und es wurde morgen, 2. Tag.


Der Hahn krähte um 4 Uhr morgens und das Dorf erwachte, um uns ein leckeres Frühstück zu bereiten. Es gab kleingeschnittene Würstchen mit einem sehr leckeren frittierten Brot. Dazu gab es frischen Kako, welcher nicht wie bei uns aus der Tüte kam, sondern mit echten Pflanzen zubereitet wurde. Auch der Kaffee war sehr lecker. Danach sagte uns unsere Dolmetscherin, dass heute ein Ausflug zu Wasserfällen geplant sei. Wir freuten uns riesig und zogen unsere Badesachen an.

Das (risikoreiche) Abenteuer beginnt...

Das ganze Dorf machte sich auf den Weg zum Ufer und besetzte das Boot. Dieses war sehr gut gefüllt.

Danach begannen wir unsere Fahrt flussaufwärts, um zuerst zu einem Dorf zu kommen, in welchem Peruaner untergebracht waren. Dort teilten wir unsere Kulturen miteinander. Die Peruaner, als auch wir, zeigten verschieden Tänze aus der Heimat, mit schwungvoller Musik von Helene Fischer, dabei ging Ordinariatsrat Renze voll ab mit Unterstützung von Dechant Blümel. Nachdem wir mit dem Kulturprogramm fertig waren, traten wir den zweiten Teil unseres Ausfluges an. Dazu schipperten wir mit dem Schiff in einen Seitenarm des Rio Miguel. Da die „berühmte Handbreit Wasser unter dem Kiel“ fehlte, mussten zuerst die Männer das Boot verlassen und ins Wasser steigen (wird im Reiseführer DRINGEND abgeraten).

Nachdem wir uns auf diese Weise weiter ins Landesinnere vortasteten, mussten wir nach 100 m alle das Boot verlassen. Nachdem wir das Boot verlassen hatten, mussten wir noch weitere 200m durch das Flussbett laufen.

Wir kamen an einen kleinen See (mit abgetrenntem Nichtschwimmerbecken und einer detaillierten Tiefenangabe, wie im Eiterfelder Schwimmbad.) Gemeinsam sprangen wir von einer Klippe und machten schöne Fotos. Auf dem Rückweg verfolgte uns ein Affe, welcher in Panama zuhause ist.

Danach fuhren wie zurück nach Nazareth und begrüßten andere Fuldaer, welche uns kurz besuchten. Am Abend gab es leckeres Essen mit Rind und Reis.


Es wurde Abend und es wurde morgen, 3. Tag


Um vier Uhr morgens krähte der Hahn wie gewohnt (ein letztes Mal vor dem Suppentopf und kündigte so seinen herannahenden Tod an) und um sechs Uhr gab es das Frühstück. Danach packten wir alles zusammen und traten unsere Reise um 9 Uhr nach Sant Miguel de la Boarda an. Von dort aus ging es nach Rio Indio in einem ausgemusterten und aufgepimpten amerikanischen Schulbus (welcher in Deutschland den TÜV nicht bestehen würde und bei dem der Schalthebel kurz vorm abrechen war)

Zur Verteidigung von Leib und Leben der Insassen, führte der Busfahrer eine Machete mit sich. In Rio Indio angekommen zogen wir in ein Internat ein, welches nur über einen Wasserhahn pro Bad verfügte. Außerdem mussten unsere Mädels auf dem Boden schlafen, da es nicht genug Betten gab. Die Hühnersuppe als Mittagessen hatte zwar Hühnerknochen, jedoch waren diese schon abgenagt. (Oma deine Hühnersuppe ist ein Traum).

In der Unterkunft waren wir 5 Nationen (Deutsche, Kanadier, Peruaner, Mexikaner, Panameros) zuerst wurde eine Messe in 4 Sprache gefeiert (Deutsch, Spanisch, Englisch, Französisch), danach folgte ein bunter Abend, bei dem sich jede Nation mit einem kleinen Einblick in ihrer Kultur vorstellte.

Da der Großteil der Gruppe schon im Bett lag, haben (wie es hier üblich ist) die Eiterfelder den Abend gerockt und mit dem Fliegerlied, einem Disko Fox und dem All Bananas United, die Gastnationen zum beben gebracht. Immer wenn uns die Leute sehen, kommt als Begrüßung ein Teil des Banana-Songs Die Nacht war laut und unruhig, nur die Priester hatten einen festen Schlaf. Nachdem die Abfahrt von Rio Indio nach Colon eigentlich um 6 Uhr starten sollte, begann sie wirklich um 9 Uhr. Die Fahrt dauerte 2 Stunden und auf dieser überquerten wir den Panamakanal und hielten an der berühmten Miguelschleuse. In Colon angekommen zogen wir in eine Schule, welches eigentlich nicht als Unterkunft geplant war, sondern von der wir auf eine andere verteilt werden sollten. Jedoch sind wir dort geblieben, was sich als positiv herausstellte, da es hier sowohl 18 separate Duschzellen unter freiem Himmel gibt, als auch Wifi. Nachdem wir unser Gepäck abgestellt hatten, ging es zu einer großen Wiese, auf der viele Nationen zusammenkamen und gemeinsam mit dem Bischof von Colon die heilige Messe gefeiert haben.

Danach begann eine buntes Kulturprogramm.

Wir trafen auch alle anderen Fuldaer, die in Colon untergebracht waren und konnten uns austauschen. Während des Programms besuchten wir eine Mall, da es draußen sehr heiß war und wir schon alle einen Sonnenbrand hatten. Dort angekommen, nahm Dechant Blümel einen Espresso zu sich, welcher ihm Energie schenkte.

Um 20 Uhr traten wir den Heimweg an.

Das erste Duschen fand unter Vollmond und einem sehr schönen Sternenhimmel statt.

Danach haben wir unseren Raum in der Schule bezogen, welcher sogar über eine funktionierende Klimaanlage verfügte.


Es wurde Abend und es wurde Nacht, 4. Tag

Der Tag begann mit Toast und scheiblettenkäse und Wurst.

Danach fuhren wir mit einem Bus durch Colon und ein Einheimischer zeigte uns die Stadt. Wir alle waren bewegt vom Kontrast zwischen Arm und Reich, zwischen Land und Stadt, zwischen Deutschland und Panama.

Auf der Busfahrt hielten wir in der Kathedrale von Colon, welche einen besonders schönen Altar hatte und dessen Fenster sehr bunt gestaltet waren.

Nach der „Sightseeingtour“ hielten wir in der Mall, um etwas zu essen zu finden.

Das Problem war aber, dass der Strom im ganzen Land für mehrere Stunden ausgefallen war. Zum Glück haben wir doch noch etwas bekommen.

Nach dem Essen traten wir unseren Heimweg an und entspannten etwas in der Unterkunft auf dem Rasen.

Am Abend feierten wir die heilige Messe und beendeten den Tag mit der Beobachtung einer Mondfinsternis.

Damit sind unsere Tage der Begebung in der Diözese Colon Kuna-Yala beendet. Wir haben viele tolle Erfahrungen gemacht, welche wir mit nach Deutschland nehmen.


Die kommende Woche ist die Hauptwoche des WJT‘s, die am Sonntag durch die Heilige Messe mit Papst Franziskus beendet.