Wallfahrtsjahr 2019 eröffnet

Mit einem festlichen Gottesdienst am Ostermontag wurde das Wallfahrtsjahr 2019 in der Wallfahrtskirche zu den Heiligen 14 Nothelfern auf dem Gehilfersberg bei Rasdorf eröffnet. Traditionsgemäß stand der Fuldaer Generalvikar Professor Dr. Gerhard Stanke dem Gottesdienst vor. Mit ihm konzelebrierten Pfarrer Stefan Ott und der zurzeit in Rasdorf aushelfende indischen Priester Pater Binesh.

Der sonnige Ostermontag war natürlich einladend den „Heiligen Berg“ des Hessischen Kegelspiels zu besteigen. So waren zahlreiche Gottesdienstbesucher auch aus dem angrenzenden Geisaer Amt, der Rhön und dem Fuldaer Land anzutreffen. In der Festpredigt ging der Generalvikar auf den Wunsch der Menschen ein, möglichst lange und gesund zu leben und den unausweichlichen Tod hinauszuschieben. Während die einen davon ausgingen, dass nach dem Tod alles vorbei sei, würden die anderen in dem Glauben oder der Hoffnung leben, dass es nach dem Sterben eine Zukunft gebe. Der österliche Glaube sei Herzstück der Christen.  Ein Christ käme nicht am Zweifel und der Frage nach dem „ewiges Leben“ vorbei. Die Apostel hätten sich auch schwergetan, an die Auferstehung zu glauben, wie ja das Tagesevangelium von den Emmausjüngern zeige. Jesus sei als auferstandener Christus seine Jünger verwandelt erschienen. Der Begriff der „Verwandlung“ sei ihm sehr treffend, so Gerhard Stanke. Das ganze menschliche Leben mit seinen Höhen, Tiefen,  Freuden und Leiden werde gewandelt und hineingenommen in das ewige Leben. Nichts gehe verloren. Wie dieses konkret geschehe, sei für ihn auch ein Geheimnis. Aber die Schöpfungskraft Gottes und dessen Macht gebe ihm Hoffnung, dass nicht der Tod, sondern Gott das letzte Wort habe. Aus dieser Gewissheit habe der Mensch das Recht sich am irdischen Leben zu erfreuen. Am Beispiel der Unendlichkeit des Universums und dessen kontinuierlicher Veränderung sowie der Wandlung der Puppe, der man den Schmetterling nicht ansehe und doch entstehe er daraus, unterstrich der Festprediger seine Aussage. Ein weiterer Aspekt der Osterbotschaft sei der Friede. Christus habe seine Jünger bei den Begegnungen nach der Auferstehung mit „der Friede sei mit euch“ begrüßt. Zum Frieden gehöre die Versöhnung. Wenn Menschen ist Streit lebten oder Unrecht erfahren oder getan hätten und sich nicht versöhnen würden, sei dieses für beide Seiten belastend. Gott wolle, dass wir Menschen versöhnt und aus dem Innersten unseres Herzens lebten. Dies Lebensfreude, die er wünsche, sei Grund genug jeden Tag Ostern zu feiern. Zu Beginn hatte Pfarrer Stefan Ott Generalvikar Gerhard Stanke begrüßt. Mit der Wallfahrtseröffnung begännen wieder die regelmäßigen Gottesdienste jeden Samstag um acht Uhr bei jeder Witterung auf dem Gehilfersberg. Sie würden von unterschiedlichen Priestern geleitet. Außerdem gebe es weiter besondere Gottesdienste, darunter der ökumenische Gottesdienst am Pfingstmontag um 10 Uhr, auf die in der Presse gesondert hingewiesen würde. Musikalisch begleitet wurde der Gesang an der Orgel von Michael Heller, Buttlar. Der Pfarrgemeinderat hatte für ältere und gebehinderte Menschen einen Fahrdienst bereitgestellt.


Text: Winfried Möller                                                                                                                                                                                                                 Fotos: Winfried Möller