Ökumenischer Gottesdienst und Radwallfahrt am Pfingstmontag

Der Pfingstmontag in Rasdorf stand ganz im Zeichen des ökumenischen Gottesdienstes des Pastoralverbund Hessisches Kegelspiel zu den Heiligen 14 Nothelfern und des Evangelischen Kirchspiel Vorderrhön auf dem Gehilfersberg. Anschließend starteten die Teilnehmer zur ökumenischen Radwallfahrt über Großentaft nach Steinbach.

Der ökumenische Gottesdienst sei schon eine Tradition, so Gemeindereferent Stefan Arnreich, Großentaft-Rasdorf. Er leitete gemeinsam mit Pfarrer Karl Josef Gruber, Eiterfeld den Gottesdienst. Das Thema „Gerechtigkeit-ihr sollt ihr nachjagen“ hätten Christen aus Indonesien eingebracht, so der evangelische Geistliche. Die Einheit in Jesus Christus gebe die Kraft für Gerechtigkeit einzutreten. In Anlehnung an das Matthäusevangelium von den Arbeitern im Weinberg setzten sich Angelique Kohlmann, Eiterfeld, Michelle Nolte, Rasdorf, Maria Steinbauer, Großentaft und Fynn Petrich, Eiterfeld,  im Anspiel mit dem „Fairen Lohn“ auseinander. Es galt die Frage zu beantworten, ob der Arbeiter oder die Arbeiterin den gleichen Lohn bekommen darf, obwohl sie nur eine Stunde gearbeitet hatte, wie diejenigen, die den ganzen Tag geschuftet hatten. Zentrale Aussage war, dass jede oder jeder den Lohn bekommen müsse, der notwendig sei, um seine Familie ernähren zu können.  Auch diejenigen, die den ganzen Tag nach Arbeit gesucht hätten, aber nicht verpflichtet worden waren, hätten einen Anspruch auf eine den Lebensunterhalt sichernde Bezahlung. Die Jugendlichen verdeutlichten die unterschiedlichen Perspektiven was fair und gerecht sei und fanden lebensnahe Begründungen, die die unterschiedliche Meinung nicht aufhoben. Das Resümee des Weinbergbesitzers war, dass fairer Lohn nicht nur rechnerisch betrachtet werden könne. Fairer Lohn bedeute, alles im Blick zu haben, damit jeder das bekomme, was er zum Leben brauche, aber auch am nächsten Tag Lohn gezahlt werden könne. Mit der folgenden Handmeditation, an der sich die Gottesdienstbesucher beteiligten, wurde die eigene Beziehung zu  Gott verdeutlicht. Gott wolle das Gute für die Menschen. Er lege seine Liebe in die wie Gefäße geöffneten Hände und ermutige, sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Nach dem gut besuchten Gottesdienst und einem gemeinsamen Gebet starteten die Radwallfahrer.  Erste und zweite Station waren die Marienstatue an der alten Großentafter Straße und die Pfarrkirche von Großentaft. Nach der Verköstigung bei der Freiwilligen Feuerwehr in Großentaft, führte die Strecke über den Kegelspiel-Radweg zur Grotte in Steinbach. Abschluss war am Grillplatz im dortigen Steinbruch.



Text: Winfried Möller                                                                                                                                                                                            Bilder: Winfried Möller