60 Jahre Kirche Sankt Sturmius in Mansbach

Seit 60 Jahren gibt es im Hohenrodaer Ortsteil Mansbach, der zum Kreis Hersfeld-Rotenburg gehört, die katholische Kirche Sankt Sturmius. Die Katholiken in dem 1100 Seelendorf sind mit Glaam, Oberbreitzbach, Schwarzengrund und Soislieden der Pfarrei St. Laurentius Ufhausen zugeordnet.

Der katholische Fuldaer Architekten Josef Schmitt, der eine evangelische Mansbacherin geheiratet hatte und in dem Ort lebte, hatte die Initiative zum Bau einer katholischen Kirche ergriffen. Er sei der Motor gewesen, wusste Elisabeth Kiel (87) aus Ufhausen, die selbst bei der Einweihung durch Generalvikar Josef Plettenberg im August 1959 dabei war, zu berichten. Ihrer Freude jetzt beim 60-jährigen Jubiläum dabei sein zu können, stand ihr ins Gesicht geschrieben. Was architektonisch von Josef Schmitt geplant wurde und dessen Bauausführung er überwachte, die Hünfelder Zeitung berichtete damals darüber, ist heute noch ein kleines schmuckes Kirchlein mit separatem Glockenturm, das 80 Sitzplätze hat und genügend Stehplätze für weiter Gläubige bietet Bei dem jetzt stattgefunden Jubiläumsgottesdienst waren alle Plätze im Inneren besetzt ebenso wie die zusätzlich aufgestellten 16 Außenbänke. Gemeinsam standen Prälat Professor Dr. Werner Kathrein, Fulda und Dechant Markus Blümel dem Festgottesdienst vor. Der Festprediger, der die Grüße von Bischof Dr. Michael Gerber und em. Bischof Heinz Josef Algermissen überbrachte, erinnerte an die Zeit vor 300 Jahren als Wallfahrer aus dem Eichsfeld stillschweigend durch das damals rein evangelische Dorf ziehen mussten. Im Jahre 1910 hätten dann bereits 15 Katholiken in Mansbach gewohnt. Es sei der Respekt, den man für die Menschen und ihren inneren Antrieb in Mansbach haben müsse, ein Gotteshaus zu bauen. Kirchengeschichte schreibe sich vor Ort, so Werner Kathrein. Die Weihe eines Gotteshauses sei die Tür zum Himmel und ein Ort der Gottsuche und Gottesbegegnung. Dieses sei im Jahre 1959 ebenso gewesen wie heute im Jubiläumsjahr. Wenn man einen solchen Tag feiere, gehöre es auch zur Verantwortung der Gläubigen an die Zukunft zu denken, wenn dieses auch spekulativ sei. Orientiert an der biblischen Zahl 60 bedeute das Jubiläum, dass die kommende Zeit als Zeit aus der Hand Gottes angesehen werden dürfe. Er wünschte den Mitfeiernden und der Gemeinde Zuversicht, Gottvertrauen und die Wirklichkeit im Gotteshaus eine Ort zu haben, wo Gott gefunden werden kann. Zu Beginn des Gottesdienstes wurde eine Erinnerungskerze gesegnet. Dechant Markus Blümel konnte Bürgermeister Andre Stenda sowie die Ortsvorsteher Kai Peters, Mansbach und Leonhard Hohmann, Ufhausen begrüßen.

Die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Hildegard Sondergeld dankte dem Gemischten Chor Mansbach (Dirigent Horst Miltner), der Schola Ufhausen (Leitung Sonja Kimpel, Theresa Ritz), dem Organisten Markus Richter für die musikalische Mitgestaltung des Gottesdienstes. Ihr Dank galt auch Maria Wildner, die seit 1980 Küsterin ist, ebenso Gerhard Blasinger, seit gleicher Zeit Organist und Kai Peters für die Pflege der Außenanlage.

Die Gottesdienstteilnehmer erhielten ein Bildchen mit dem Altarbild der Kirche, das die Missionierung durch den Heilige  Sturmius zeigt,  als Erinnerung an das Jubiläum. Im Anschluss wurde im Festzelt mit der Gemeinde die Kirmes gefeiert und dem Kirmesumzug, der traditionell in Mansbach aus verschiedenen Motivwagen besteht,  zugejubelt.


Text: Winfried Möller                                                                                                                                                                                            Bilder: Winfried Möller