Diözesankolpingjugend Fulda feierte Gottesdienst mit Bischof in Großentaft

"Über Grenzen denken“, unter diesem Thema stand der Gottesdienst der Diözesankolpingjugend in der Pfarrkirche in Großentaft. Hauptzelebrant war Bischof Dr. Michael Gerber, der auch die Ereignisse vor 30 Jahren in seine Predigt mit einbezog.


Begonnen hatte die Veranstaltung mit einer Statio bei der „Biehler Muttergottes“ mit einer Gebetseinheit von Diözesankolpingjugendpräses Patrick Prähler. Der Muttergottesbildstock an der alten Straße von Großentaft nach Rasdorf wurde im Jahre 1903 errichtet. Familie Kircher aus Großentaft hatte sie gestiftet, weil sie ihr unter Unmengen zusammengestürztem Heu begrabenes Kleinkind lebend geborgen hatte, erzählte die Nachfahre Karola Witzel. Gemeinsam zogen die Teilnehmer, angeführt durch Bannerabordnungen anschließend zum Gottesdienst. Zu Beginn lud der Diözesanbischof alle Kinder zum Adventskranz ein, segnete diesen und ließ durch Samuel Möller die erste Kerze entzünden. Melanie Möller führte mit entsprechender Bildprojektion in das Gottesdienstthema ein. Gott stelle die Füße des Menschen auf weiten Raum. Er öffne die Augen, Grenzen zu überwinden und loszulassen, so die Verbandsreferentin . „Aus welcher Vision lebe ich und welche Grenzen überwinde ich oder nehme ich in Kauf“, fragte Bischof Michael Gerber zu Beginn seiner Predigt. Er erinnerte an die Grenze, die Deutschland trennte. Bei einem Katholikentreffen vor 40 Jahren hätten Christen in der damaligen DDR das Jesaiawort „Dann werden sie Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und Lanzen zu Winzermessern“ benutzt, um für Frieden und Freiheit einzutreten. Sie hätten Grenzen überwinden wollen und dafür persönliche Grenzen in Kauf nehmen müssen. Auch heute gelte es das Wagnis einzugehen, die Grenzen zu und für andere Menschen zu öffnen. Vor allem seien es die Grenzen in den Köpfen der Menschen, die fallen müssten. Wer sich als Tempel Gottes verstehe und auf diesen vertraue, der könne über Grenzen springen, auch, wenn sie ihm Nachteile brächten. Grenzen verglich er mit dem Licht der Taschenlampe in der gerade erlebten Dunkelheit auf dem Weg zur Kirche. Sie habe nur einen begrenzten Bereich ausgeleuchtet. Wenn man aber das Licht lösche und die Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hätten, dann würde der Blick weiter und man könne mehr von seiner Umgebung sehen. Auch der Advent sei eine Zeit, um die Augen für das Kommende zu öffnen. Christus sei das Licht, das Grenzen überwinde. So bat er die Zuhörerinnen und Zuhörer ihm zu vertrauen und im Licht des Herrn die Wege zu gehen. Mit dem Bischof standen Diözesanjugendpfarrer Alexander Best, Bezirkskolpingpräses Stefan Ott, Diözesankolpingjugendpräses Patrick Prähler und Pater Binesh Mangalan dem Gottesdienst vor. Musikalisch wurde er von der neu gegründeten Renovation-Band, Eiterfeld (Katharina Buchmann, Lilli Zentgraf, beide Gesang, Imanol Hartmann, Schlagzeug, Martin Fischer, Gitarre, Maria Weiss, Keyboard, Benjamin Weiss, Orgel) und projizierten Mitsingtexten gestaltet. Die Kolping-Diözesanleitung mit Rebecca Brähler, Philipp Dippel, Maria und Johanna Veltum dankten für die Unterstützung und das Angebot der Begegnung durch die Kolpingfamilie Großentaft im Pfarrgarten.


Text: Winfried Möller                                                                                                                                                                                            Bilder: Winfried Möller