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Strategische Ziele und ein bisschen mehr Gottvertrauen!

Strategische Ziele und ein bisschen mehr Gottvertrauen!
Strategische Ziele und ein bisschen mehr Gottvertrauen!

Liebe Gemeindemitglieder,

über die lokale Presse (siehe u.a. Link) haben wir neben den strukturellen Veränderungen in unserem Bistum auch eine allgemeine gesellschaftliche Veränderung wahrgenommen. Nicht nur wegen der berühmten Corona-Zeit. Schon länger stellen wir fest, dass sich Menschen ungerne festlegen lassen. Der individuelle Lebensstil, Weltanschauungsfragen, das aktive Gemeindeleben, die spirituellen Momente, haben sich einfach verlagert, gehen neue Wege. Sind das schlechte Wege? Ich denke, es sind Wege, die zu den Menschen des 21. Jahrhunderts passen. Ich kann mit Hilfe der sozialen Medien, des Internets überall sein, oder mich total abriegeln. Ich kann tausende Kontakte halten und pflegen, oder mit einem Klick die Gruppen verlassen. Schnelllebigkeit nenne ich das. Wenn wir auf unser christliches Profil, ja auf das Kerngeschäft unseres Glaubens schauen, dann vermittelt mir das eine gewissen Kontinuität. Das Doppelgebot der Liebe, die Klarheit für ein Wirken Gottes in der Welt und seine Führung und Fügung haben sich auch im 21. Jahrhundert nicht verändert. ER, unser GOTT schaut auf uns, es will retten und heilen, verbinden und aufrichten! Leider gehen die Zahlen der Menschen, die sich als Priester, Diakone, Ordensleute, oder pastorale Mitarbeiter/innen berufen fühlen sehr zurück. Die Pfarreien könne nicht mehr besetzt werden. Zusammenlegungen sind die Folge. Der Zeitungsartikel zeigt, was in den letzten drei Jahren in Kleingruppen analysiert und bearbeitet wurde. Es braucht jetzt Netzwerke in der Pastoral. Große Pfarreien, die eben alles bieten. Angebote für alle Altersgruppen, Sakramentenkatechese und die Spendung der Sakramente, vor allem auch im kostbaren Gut der gemeinsamen Eucharistiefeier. Ich bleibe zuversichtlich. Solange wir aus den Schätzen vor Ort leben und dabei den Blick auf den nächsten Schritt der Sammlung nicht verlieren, wird die Kirche nicht untergehen, im Kleinen nicht, wie auch im Großen. Bleiben wir dabei als echte Beterinnen und Beter auf dem Weg. Papst Franziskus spricht immer wieder von einer neuen Geschwisterlichkeit, die wir kultivieren und neu lernen müssen. Im Miteinander liegt die Lösung, nicht im Gegeneinander. So gebe ich uns ein Gebet mit auf den Weg. Es steht in unserem Gotteslob (vgl. 19,6) und stammt von der Hl. Mutter Theresa und dem Hl. Papst Johannes Paul II.

O Gott, Vater aller Menschen, du bittest jeden von uns,

Liebe dorthin zu tragen, wo Arme erniedrigt werden,

Freude dorthin, wo die Kirche entmutigt ist,

und Versöhnung dorthin,

wo Menschen voneinander getrennt sind,

der Vater vom Sohn, die Mutter von der Tochter,

der Mann von der Frau,

der Glaubende von dem, der nicht glauben kann,

der Christ von seinem nichtgeliebten christlichen Bruder.

Du bahnst uns diesen Weg,

damit der verwundete Leib Jesu Christi, deine Kirche,

Ferment der Gemeinschaft für die Armen der Erde und für die ganze Menschheitsfamilie sei.

Amen

Markus Blümel, Pfr.