Halt an! Wo läufst du hin?

Mit dieser Frage wollte Angelus Silesius (deutscher Lyriker, Theologe und Arzt) die Menschen bereits vor mehreren Jahrhunderten anhalten. Damals wie heute gibt es Menschen, die pausenlos hetzen und dabei atemlos werden. Sie können nicht mehr das tun, was ihnen eigentlich wichtig wäre. Kommt dir das bekannt vor? "Halt an! Wo läufst du hin?" Auch du brauchst hin und wieder Zeit und Ruhe. Zeit für andere, aber auch für dich selber - nicht zuletzt um dir wieder einmal klarzumachen, was dir in deinem Leben wichtiger ist als alles andere. Dazu möchte dich der Rasdorfer Adventsweg einladen: Einmal "stopp" sagen und auch wirklich anhalten. Den eigenen Motor für kurze Zeit auf Leerlauf stellen. Denn Advent heißt auch, den normalen Lauf unterbrechen, zur Ruhe kommen, sich Zeit nehmen für sich selbst.

Programmpunkte

Der Rasdorfer Adventsweg ist in der Zeit vom 1. Adventssonntag (03.12.2017) bis zu "Heilige Drei Könige" (06.01.2018) täglich geöffnet. An den unten aufgeführten Terminen finden besondere Veranstaltungen innerhalb des Rasdorfer Adventsweges statt. Der Eintritt ist frei. Wer möchte, kann eine Spende für die Herstellung und Erhaltung des Rasdorfer Adventsweges geben.

03.12.2017

  • Um 16:45 Uhr wird der Adventsweg mit der Einweihung offiziell eröffnet.

  • Um 17:00 Uhr gestalten die „Wilden Hühner“ und der Kindersingkreis das Fenster des "Lebendigen Adventskalenders“ innerhalb des Adventsweges.

 06.12.2017

  • Der Nikolaus kommt um 17:00 Uhr zu seinem Stand innerhalb des Adventsweges und verteilt an Kinder einen Schoko-Nikolaus.

09.12.2017

  • Nach der Vorabendmesse ist eine kurze Statio am Adventsweg.

17.12.2017

  • im Rahmen des "Lebendigen Advents-kalenders" wird das Friedenslicht zu Fam. Schmitt, Am Anger gebracht und von dort in einer kurzen Prozession zum Adventsweg weitergegeben.

 

Das Friedenslicht von Bethlehem ist am Rasdorfer Adventsweg angekommen

„Auf dem Weg zum Frieden“ steht über der Friedenslichtaktion 2017 in Deutschland. Diese soll dazu ermutigen, sich auf allen Ebenen für den Frieden einzusetzen. Das Friedenslicht aus Bethlehem überwindet auf seinem über 3.000 Kilometer langen Weg nach Deutschland viele Mauern und Grenzen. Es verbindet Menschen vieler Nationen und Religionen miteinander. Die Friedenslicht-Aktion gibt es seit 1986. Sie wurde vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Betlehem/Palästina. Seit 24 Jahren verteilen die vier Ringverbände gemeinsam mit dem Verband Deutscher Altpfadfindergilden das Friedenslicht in Deutschland. Im Rahmen einer Lichtstafette wird das Licht ab dem 3. Advent, dem 17. Dezember 2017, an über 500 Orten in Deutschland weitergegeben. 

Auch in diesem Jahr ist das Licht wieder in Fulda eingetroffen. Vier Pfadfinderinnen und Pfadfinder machten sich am Donnerstag vor dem 3. Advent auf den Weg, um in Wien das Friedenslicht aus Betlehem für das Bistum Fulda und die ev. Landeskirche Kurhessen-Waldeck zu holen.

Die ökumenische Aussendungsfeier fand am Sonntag, den 17. Dezember 2017 um 14.00 Uhr im Dom zu Fulda statt. Von dort wurde das Friedenslicht auch nach Rasdorf geholt und im Rahmen des "Lebendigen Adventskalenders" bei Fam. Schmitt, Am Anger nach einer kurzen Andacht an die Teilnehmer weitergegeben. Der Abschluss bildete die gemeinsame Prozession zum Rasdorfer Adventsweg, wo das Friedenslicht nun bis zum 06.01.2018 (Hl. Drei Könige) brennen wird.

Text: DPSG-Fulda; Theo Lenz                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            Bilder: Christina Weber


HR 4 berichtet über den Rasdorfer Adventsweg

Petra Klostermann von HR 4 berichtet vom Rasdorfer Adventsweg

Quelle: http://www.hr4.de/programm/podcast/nord-osthessen/podcast-episode18148.html                                                                                                                   Bilder: Winfried Möller, Theo Lenz


Der Nikolaus zu Besuch am Adventsweg

Im Rahmen des "Lebendigen Adventskalenders" kam der Nikolaus zu seinem Stand innerhalb des Rasdorfer Adventsweges und verteilte an die Kinder kleine Schoko-Nikoläuse. Das Familiengottesdienst – Team, das den Lebendigen Adventskalender organisiert und die Durchführung begleitet, hatte Glühwein, Kinderpunsch und Plätzchen vorbereitet und verteilte dies an die zahlreichen Besucher. 

Text: Theo Lenz                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Bilder: Theo Lenz


Eröffnung des Rasdorfer Adventsweges

Solch eine große Anzahl von Besuchern bei der Eröffnung des ersten Rasdorfer Adventsweges hatten wohl Ideengeber Theo Lenz und der Pfarrgemeinderat aus Rasdorf nicht erwartet. Schneefall und Frost taten bei einbrechender Dunkelheit das ihrige, um ein echtes adventliches Gefühl aufkommen zu lassen. Theo Lenz hatte bei einem Skiurlaub im Kleinwalsertal den Walser Weihnachtsweg entdeckt. Vor gut 10 Monaten, in der ersten Pfarrgemeinderatssitzung dieses Jahres, stellte er diesen vor, mit der Zielrichtung, auf dem größten Dorfanger Hessens in Rasdorf die Advents- und Weihnachtszeit stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Das dieses wohl herausragend gelungen ist, ist die einhellige Meinung der Befragten. Durch die Veranstaltung des Männergesangvereins „Cäcilia“ 1921 Rasdorf (MGV) auf dem Parkplatz des Angers mit musikalischen Beiträgen des MGV, des Kirchenchor Cäcilia Rasdorf, des Projektchores, des Kindersingkreises sowie Johannes Balzer und Philipp Flügel hatten die meisten Besucher schon einen Rundgang über das Gelände unternommen, um bei Tageslicht erste Eindrücke zu sammeln. Gut finde sie, dass die Figuren körpergroß seien, sagte Rita Wald. Sie bewundere, was aus „dem Nichts“ entstanden sei. Besonderes Lob zollte sie den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich zur Mitarbeit bereit erklärt hätten, obwohl diese weder im Pfarrgemeinde- noch im Verwaltungsrat seien. Wie der Vorsitzende der Gemeindevertretung Klaus Peter Sauerbier meinte auch Rainer Doll, dass der Adventsweg eine gelungene Sache sei, die man sich unbedingt anschauen müsse. Auch Kinder spricht wohl der Rasdorfer Adventsweg an, wie man aus der Bemerkung von Charleen Herget (9 Jahre) hört. Die Figuren seien schön groß und der Text auf den neun Tafeln sei auch gut zu lesen. Und eines der vielen Kinder, die natürlich den Schnee für Schneebälle oder Engelsfiguren nutzten, hatte in der Weihnachtskrippe kurzzeitig Platz auf dem Schoß von Maria genommen, um das Christkind in der Krippe besser betrachten zu können. Bei der Eröffnung dankte Theo Lenz den vielen Aktiven, die das Holz für die Figuren zurechtgeschnitten, Kleider besorgt und genäht, lebensgroße Schafe sowie Ochs und Esel zurechtgeschnitten, bemalt und mit echtem Fell beklebt hatten. Sein Dank galt auch den Handwerkern, die Stall und Krippe gezimmert, Weihnachtsbäume besorgt und verankert sowie Lampen befestigt und Stromkabel verlegt hatten. Für kalte und warme Getränke und die nötige Stärkung hätten die Bewohner rund um den Anger unaufgefordert gesorgt, denn beim Aufbau waren die ehrenamtlichen Helfer mehr als einmal durchnässt. Auch die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs waren abgeordnet gewesen, um Material zu transportieren. Finanziert wird der Rasdorfer Adventsweg durch die katholische Kirchengemeinde und Spenden. 13 Stationen gibt es, deren letzte die Weihnachtskrippe ist. Auf 9 Tafeln gibt es Impulse zu Nikolaus, den Adventssonntagen und der Herbergssuche sowie das Weihnachtsevangelium. Die Tafeln sind beleuchtet und Figuren veranschaulichen deren Inhalt, wie „Warten, Den Weg bereiten, Vor – Freude, und Wachsam sein“. Der Rasdorfer Adventsweg ist selbsterklärend, bis zum 07. Januar täglich geöffnet und kostet keinen Eintritt. Nach der Segnung durch Pfarrer Reiner Modenbach wurde unter Mitwirkung der „Wilden Hühner“ das dritte Fenster des Lebendigen Adventskalender geöffnet. Den musikalischen Teil hatte der Kindersingkreis unter Leitung von Stephanie Hardegen und Jacqueline Günther übernommen. Am 06. Dezember kommt um 17 Uhr der Nikolaus als Bischof von Myra zum Adventsweg. Dort wird auch das 6. Fenster des Lebendigen Adventskalenders vom Familiengottesdienstteam gestaltet. Am 09. Dezember ist nach der Vorabendmesse, die um 17.30 Uhr in der Stiftskirche gefeiert wird, eine kurze Statio auf dem Adventsweg. Im Rahmen des Lebendigen Adventskalenders wird das Friedenslicht am 17. Dezember um 17 Uhr zu Familie Schmitt, Am Anger gebracht und von dort in einer kurzen Prozession zum Adventsweg weitergegeben. Am Heiligen Abend ist um 15 Uhr die Krippenfeier in der Rasdorfer Stiftskirche.

Text: Winfried Möller                                                                                                                                                                                                                                                                                              Bilder: Winfried Möller


Bilder vom Adventsweg


Bilder vom Aufbau


Anordnung der einzelnen Stationen

Anfahrtsbeschreibung