Auf dem Weg zu einer Pfarrgemeinde

Die nächsten Schritte

Gemeindeberatung

Nachdem der Termin für ein Treffen mit der Gemeindeberatung Anfang Oktober nicht stattfinden konnte, gibt es nun

am Diennstag, den 14.11.2017 um 20:00 Uhr im Pfarrheim Rasdorf

einen neuen Termin mit einem neu zusammengestellten Berater-Team:

  • Frau Gabriele Beck (zuständige Person des Bistums für Gemeindeberatung) und

  • Herrn Diakon Zlatko Mihajlov

Aus den Pfarrgemeinden Großentaft und Rasdorf nehmen die Hauptamtlichen, die Vorstände der PGR`s und die Vorsitzenden der Verwaltungsräte an diesem Termin teil.

Auszug aus dem Ergebnisprotokoll der gemeinsamen Sitzung der PGR`s aus Großentaft und Rasdorf

In der Sitzung am 13.09.2017 wurden die von den Teilnehmern der Arbeitsgruppe ausgearbeiteten Handlungsfelder sowie deren textuelle Beschreibung den gemeinsam tagenden PGR`s aus Großentaft und Rasdorf vorgestellt und verabschiedet.

Das dazu gehörige Organigramm und die Beschreibung der Handlungsfelder sind den u.a. Links zu entnehmen.

Im nächsten Termin der Arbeitsgruppe werden die personellen Zuordnungen zu den Handlungsfeldern besprochen.

Ergebnisprotokoll der Arbeitsgruppe „Strukturierung der Arbeit des gemeinsamen PGR“ vom 16.08.2017

In der Sitzung am 16.08.2017 vervollständigten die Teilnehmer der Arbeitsgruppe die Handlungsfelder des gemeinsamen PGR und erstellten eine textuelle Beschreibung zu den Handlungsfeldern.

Das dazu gehörige, vorläufige Organigramm und die vorläufige Beschreibung der Handlungsfelder sind den u.a. Links zu entnehmen.

Bitte beachten Sie, dass es sich hier immer noch um Vorschläge der o.a. Arbeitsgruppe handelt, die am 13.09.2017 dem gemeinsamen tagenden PGR`s aus Großentaft und Rasdorf vorgestellt und von diesen verabschiedet werden.

Der nächste Termin der Arbeitsgruppe wird erst nach der gemeinsamen Sitzung der beiden PGR`s festgelegt.

Die nächsten Schritte

Gemeindeberatung

Pastoralreferent Andreas Groher und der Geschäftsführer des Katholikenrates Mathias Ziegler sind mit Datum vom 20.06.2017als Beraterteam für den Neustrukturierungsprozess der Pfarreien Großentaft und Rasdorf zugeteilt worden.


Ein Erst-Kontaktgespräch mit den Hauptamtlichen und dem Vorstand der PGR`s findet am 28.08.2017 statt. Bei diesem Treffen sollen der Anlass, die Hintergründe und die angestrebten Ziele für die gewünschte Prozessbegleitung besprochen werden. Der eigentliche Start der Gemeindeberatung ist dann für den September geplant.

Rechtsberatung zum Thema Zusammenlegung der Verwaltungsräte

Pfarrer Modenbach wird mit der Rechtsabteilung des Bistums einen Termin vereinbaren, um die rechtlichen Aspekte der Zusammenlegung der Verwaltungsräte zu klären.

 --> der Termin findet nach dem Urlaub von Pfarrer Modenbach statt.


 
 
Zusammen wachsen

Inkraftsetzung der Strategischen Ziele zur Ausrichtung der Pastoral im Bistum Fulda

Wie soll die Seelsorge im Bistum Fulda in Zukunft aussehen? Auf Grundlage welcher Strukturen lässt sich Kirche mit Blick auf die künftig zur Verfügung stehenden Ressourcen verlässlich gestalten?

 

Ergebnisprotokoll der Arbeitsgruppe „Strukturierung der Arbeit des gemeinsamen PGR“ vom 10.05.2017

Die Teilnehmer sammelten ausgehend aus den Protokollen der PGR-Sitzungen der letzten zwei Jahre alle Tätigkeiten und gruppierten sie in die folgenden Handlungsfelder:

  •   Liturgie

  •   Öffentlichkeitsarbeit

  •   Gemeindeleben

  •   Verkündigung / Mission

  •   Feste, Feiern, Veranstaltungen

  •   Diakonie

Das dazu gehörige, vorläufige Organigramm ist dem u.a. Link zu entnehmen.

 

Zur Vorbereitung auf die nächste Sitzung wurden folgende Aufgaben verteilt:

  1. Bildung von (bereits vorhandenen) Untergruppen mit den jeweiligen Ansprechpartnern bzw. deren Teamzusammensetzung - Bitte hierzu jeder schon einmal die ihm bekannten Zusammensetzungen/Ansprechpartner notieren und zu dem Treffen mitbringen, damit die Zusammensetzung möglichst zügig fixiert werden kann!

  2. Erstellung einer kurzen Beschreibung der jeweiligen Arbeitskreise

Die Zuteilung der PGR-Mitglieder auf die jeweiligen Arbeitskreise ist dann nach genauerer Aufstellung von uns als Vorbereitungsteam in den beiden Gremien, oder besser noch in einer gemeinsamen Sitzung vorzunehmen.

Der nächste Termin der Arbeitsgruppe ist am Mittwoch, den 16.08.2017 um 19:00 Uhr im Pfarrhaus Großentaft.

Die nächsten Schritte

Auszug aus dem Protokoll der Pfarrgemeinderatsitzung Rasdorf am 27.04.2017

Ø Gemeindeberatung


Der PGR beschließt, die vom Bistum Fulda angebotene Gemeindeberatung in Anspruch zu nehmen. Unterlagen zur Gemeindeberatung sind unter dem folgenden Link zu finden:

https://www.bistum-fulda.de/bistum_fulda/bistumfulda2030/pdf/bistumfulda2030/Gemeindeberatung-und-Organisationsentwicklung.pdf

Der PGR Großentaft muss dazu noch seine Zustimmung geben (PGR-Sitzung ist am 09.05.2017)

Pfarrer Modenbach wird, sobald die Zustimmung von beiden PGR’s vorliegt, einen Antrag auf Gemeindeberatung beim Bistum Fulda einreichen.



Ø Rechtsberatung zum Thema Zusammenlegung der Verwaltungsräte

Pfarrer Modenbach wird mit der Rechtsabteilung des Bistums einen Termin vereinbaren, um die rechtlichen Aspekte der Zusammenlegung der Verwaltungsräte zu klären.

 

Ø Zentrales Pfarrbüro

Damit in den Pfarrbüros gut gearbeitet werden kann, ist entsprechende Technik notwendig. Das gewährleistet künftig ein bistumsweites EDV-Netzwerk. Darin können einzelne Standorte innerhalb einer Pfarrei genauso vernetzt werden, wie die Pfarrei mit dem Bistum. Diese vom Bistum geplante IT-Umstellung läuft z.Zt. in den Pfarreien in und um Fulda an. Pfarrer Modenbach wird beim Bistum beantragen, dass zeitnah ab 2018 die Pfarrbüros Großentaft und Rasdorf umgestellt werden.

Arbeitskreise zur Strukturierung der Zusammenarbeit innerhalb des gemeinsamen Pfarrgemeinderates Großentaft / Rasdorf

In der Versammlung aller Räte vom 24.11.2016 und in der Pfarrversammlung vom 28.03.2017 wurde der Zusammenlegung der beiden Pfarrgemeinderäte mehrheitlich zugestimmt.  Ab 2019 (nächste PGR-Wahl) wird es daher einen gemeinsamen PGR Großentaft / Rasdorf ohne Reduzierung der Anzahl der Mitglieder geben. Um die inhaltliche Arbeit in den beiden Gemeinden zu strukturieren und in arbeitsfähigen Gruppen voran zu bringen, wollen wir zu den verschiedenen Arbeitsgebieten Arbeitskreise bilden (z.B. wie im obigen Schaubild vorgeschlagen). Für erste Überlegungen und Vorbereitungen bezüglich möglicher Arbeitskreise im zukünftigen gemeinsamen PGR treffen sich Vertreter der beiden Pfarrgemeinderäte am 

Mittwoch, den 10. Mai um 18:00 Uhr im Pfarrhaus Großentaft.


Die zu bildenden Arbeitskreise werden sich inhaltlich an den Aufgabengebieten eines Pfarrgemeinderates orientieren, die wie folgt umschrieben werden können: Bei der Gestaltung des Gemeindelebens kommt dem Pfarrgemeinderat (PGR) eine wichtige Bedeutung zu. Hier werden anstehende Entscheidungen besprochen, Weichen gestellt und die Zusammenarbeit mit den hauptamtlichen Vertretern (Pfarrer, Gemeindereferenten, etc.) abgesprochen.

  • Der Pfarrgemeinderat ist der Ort, an dem verantwortlich über die Zukunft der Gemeinden beraten wird. 

  • Der PGR hat den Überblick über das Leben der gesamten Pfarrgemeinde und steuert ihre Entwicklung.

  • Der PGR nimmt die Lebensräume der Menschen wahr und eröffnet Begegnungsräume mit der Frohbotschaft.

  • Der PGR sorgt dafür, dass vielfältige Ausdrucksformen des Glaubens in der Pfarrei gelebt und erfahren werden können.

  • Der PGR sorgt dafür, dass Glaube aktiv zur Sprache kommt und Glaubenserfahrungen ausgetauscht werden können.

  • Der PGR ist zentraler Kommunikationsknotenpunkt der Pfarrgemeinde und sorgt dafür, dass es Ansprechpartner/Innen für die  verschiedenen Anliegen der Menschen gibt.

Die Sitzung ist öffentlich und wir hoffen,dass wir Ihre Neugierde und Ihr Interesse geweckt haben und würden uns sehr freuen, wenn Sie uns bei dieser wichtigen Arbeit in unseren Kirchengemeinden mit Ihren Ideen und Vorschlägen unterstützen würden.


Pfarrversammlung am 28.03.2017 in Großentaft

Bericht von der Pfarrversammlung:

Bei der Auftaktveranstaltung im Haus Hessisches Kegelspiel in Großentaft hat Pfarrer Reiner Modenbach den Weg zu einer Pfarrgemeinde aufgezeigt. Mehr als 120 Katholiken aus den Pfarreien Großentaft und Rasdorf mit den Filialen Grüsselbach, Setzelbach, Soisdorf und Treischfeld waren der Einladung zur Informationsveranstaltung gefolgt.

Es sei ein gutes Zeichen, dass so viele gekommen seien, sagte der Geistliche, zeige es doch, dass die Bürgerinnen und Bürger an einer guten Weiterentwicklung kirchlichen Lebens interessiert seien. An Hand von erhoben Zahlen und Fakten und einer Vorausschau stellte er die Situation im Bistum Fulda dar. Danach wird sowohl die Zahl der Gottesdienstbesucher vom Jahr 1981 mit 30,8 % bis zum Jahr 2041 auf 2,5 % sinken. Fallende Tendenz zeige auch die Zahl der Hauptamtlichen einschließlich der Priester, die von 387 im Jahr 2013 auf 22 im Jahr 2050 falle. Strategische Ziele des Bistum Fulda seien, Pfarreien mit zentralen (Kirchen, Kindertagesstätten) und möglichst vielen dezentralen Pastoralen Orten (Vereine, Gruppen, Verbände). Die heutigen Pastoralverbünde entsprächen in etwa der Anzahl der künftigen Pfarreien. Die Verantwortung für die Seelsorge an den Pastoralen Orten liege künftig in der Hand qualifizierter Laien im Zusammenwirken mit dem Pfarrer. Das Konzept führe von der Pfarrerorientiertheit der Vergangenheit hin zu qualifizierten Laien, die die Pfarrer unterstützten. Die Struktur der Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte müsse angepasst werden. Bereits im November 2016 hätten sich die Räte von Großentaft und Rasdorf mit diesen Anforderungen befasst und beschlossen die Mitglieder beider Pfarreien zu informieren. Nur wenn es gelänge, die am kirchlichen Leben Interessierten „mit ins Boot“ zu nehmen, sei ein sinnvoller gemeinsamer Weg möglich, sagte Pfarrer Reiner Modenbach. Als eine Perspektive sei ins Auge gefasst worden, bei der Neuwahl der Pfarrgemeinderäte im Jahre 2019 für Großentaft und Rasdorf einen Pfarrgemeinderat zu wählen in dem jeder Ort vertreten sei. Für den Verwaltungsrat sei diese Regelung für das Jahr 2018 bzw. 2021 geplant.


Protokoll der Aussprache

Pfarrer Reiner Modenbach (RM) berichtet im Anschluss an seine ausführlich kommentierte Power-Point-Präsentation (vgl. Anlage), dass das Bistum dem Antrag auf Zusammenschluss der Pfarreien Rasdorf und Großentaft im Rahmen der Umstrukturierung der Pastoralverbände zugestimmt habe und den gemeinsamen Prozess begleiten möchte. Dadurch könnten wir u. a. auch auf die Möglichkeit einer begleitenden Gemeindeberatung des Bistums zurückgreifen.

Seitens der Versammlung werden nun Anregungen, Fragen und Wünsche vorgetragen und von RM beantwortet.  Zwei Anfragen von Karl Sauerbier und Margarethe Schellenberger beziehen sich auf die personelle Situation der Priesterversorgung in unseren Bistümern und den „Priesterüberschuss“, der z. B. in Polen oder afrikanischen Ländern zu beobachten sei. Konkret möchte man wissen, ob in den Gremien des Bistums über die Möglichkeit des „Einkaufens“ von Priestern aus diesen Ländern für unsere Gemeinden nachgedacht werde.

RM weist zunächst einmal darauf hin, dass ohne die Mithilfe von Priestern aus den o. g. Ländern die Seelsorge heute schon in unseren Gemeinden nicht mehr zu bewältigen sei, die Beispiele Piotr Kownacki und Stanislaus Abena seien ein Beleg dafür. Insgesamt sehe man aber seitens der Bistumsleitung auch Probleme, die sich auf die Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und vor allem Übernahme von Aufgaben eines Pfarrers für eine Gemeinde ergeben würden.

Aufgrund der vorgestellten Zahlen und Prognosen für die Zeit nach 2030 zeigt sich Herr Steinwachs  entsetzt über die Zukunft der Kirche. Er stellt seine persönliche religiöse Bindung zum Glauben sowie zur Notwendigkeit der Verkündigung der Reich-Gottes-Botschaft dar und erwartet eine Reaktion mit einem greifbaren Konzept, die Menschen wieder zu bekehren, statt strukturelle Veränderungen abzuwickeln. Herrn Steinwachs seien die Veränderungen zu sehr strukturell statt in die Tiefe des Glaubens gehend. Er verweist in diesem Zusammenhang auf Bonifatius und Paulus, die aktiv auf Menschen zugegangen seien und diese missioniert hätten.

RM stellt einen Vergleich mit Bonifatius etc. infrage, da wir heute in einem anderen Zeitalter leben würden. Die Menschen damals seien grundsätzlich religiös gewesen, wenn auch in Naturreligionen beheimatet, heute sei mehr ein Nihilismus zu beobachten, der es sehr schwierig machen würde, diese der Kirche abgewandten Menschen noch zu erreichen. Vielleicht sei das Gemeindeleben in den letzten Jahrzehnten aber auch etwas zu „Pfarrer -   zentriert“ gewesen: Der Glaube müsse von den Gemeindemitgliedern gelebt werden. In diesem Zusammenhang berichtet RM von einer Situation in Afrika, wo ein Pfarrer in einem Jahr 200 Menschen getraut und in einem Weihnachtsgottesdienst 300 Menschen getauft habe: Solche Aufgaben seien nur mit der Hilfe einer lebendigen Gemeinde zu bewältigen, in der die Arbeit auf viele Schultern verteilt werde. Gerade in der Gewinnung von Menschen für das aktive Gemeindeleben zeigt sich die inhaltliche und missionarische Ausrichtung der strategischen Ziele, die von Herrn Steinwachs bemängelt wurde. RM dankt für die Anregung und wird das Anliegen beim Bistum vortragen.

Eine Anfrage von Margarethe Schellenberger nach den Möglichkeiten einer „ökumenischen“ Lösung der Probleme – mit Hinweis auf das Lutherjahr 2017 – beantwortet RM mit einem einfachen bildhaften Vergleich: Aus zwei Halbtoten könne man keinen Gesunden machen. Die Grundaufgaben (Lehren, Dienen, Feiern) seien ebenso gleich wie die Probleme, die man selbst auch habe.

Positiv, optimistisch gestimmt und sehr emotional  tragen Josef und Anni Richter ihre Sicht zur Zukunft der Kirche vor. Josef Richter betont, es liege an jedem selbst, wie und ob Kirche auch in der Zukunft gelinge, negative Prognosen bezüglich des Priesternachwuchses seien kein Grund zu Pessimismus. Auch Jesus habe wankelmütige Jünger berufen (Petrus, Thomas), es aber trotzdem geschafft, dass seine Sache weitergeführt wurde. Für die Zukunft könne er sich vorstellen, dass z. B. „Wanderpriester“  nur alle vier Wochen einen Gottesdienst mit der Gemeinde feiern werden, und es liege dann eben an der Gemeinde selbst, diesen als Fest zu erleben. Man müsse jede sich bietende Chance ergreifen und an deren Gelingen mitarbeiten. Ähnlich argumentiert Anni Richter, die auf Papst Franziskus und dessen Aussagen zum schwindenden Glauben vor allem in Westeuropa verweist: Es bedürfe nur des Mutes und der Kraft der einzelnen Gemeindemitglieder, damit Gemeindeleben gelinge. Zur Erheiterung der Versammlung und Bekräftigung ihrer Meinung trägt sie noch eine Anekdote vom „Däfter Bischof“ vor, die auf mutiges Eintreten ihres Mannes zu Zeiten von Bischof Bolte zurückzuführen sei. So habe dieser sich vehement gegen eine Abschaffung von Feiertagen ein- und durchgesetzt, was ihm diesen „Beinamen“ eingebracht habe.

RM bedankt sich für diesen Beitrag unkommentiert mit dem Hinweis, dass dieser für sich selbst spräche. Er betont noch einmal die Absicht dieser Versammlung, dass man informieren und die Gemeinde dazu anregen wolle, sich Gedanken zu machen. Sicherlich wirke die Flut von Informationen und Vorhaben über diesen Abend hinaus nach, das sei auch so beabsichtigt, man wolle heute keine Entscheidungen treffen. Er regt eine Abstimmung unter den Anwesenden zur Meinungsbildung an, ob der angestrebte Zusammenschluss der beiden Gemeinden vorstellbar sei. Als Ergebnis wird festgehalten: Einer Zusammenlegung der Pfarrgemeinderäte wird bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung mit großer Mehrheit zugestimmt. Ähnlich verhält es sich bezüglich der Zusammenlegung der Verwaltungsräte: Hier stimmten vier Teilnehmer dagegen, bei einer Enthaltung.

Im Anschluss an die Abstimmung möchte Karl Reuter wissen, wer über die Pläne zu entscheiden habe, und ob die Entscheidungen so dringlich seien.

RM  betont noch einmal, dass alleine wir als Gemeinden entscheiden, ob der vorgestellte Weg eingeschlagen werden solle. Der heutige Abend und die Abstimmung sollten lediglich einer „Stimmungslage“ dienen. Als Beispiele bereits vollzogener ähnlicher Konstellationen nennt er den Zusammenschluss der Fuldaer Stadtpfarreien sowie der Kalbacher Gemeinden, auch wenn diese nicht ohne Widerstände vollzogen worden seien. Es sei mehr als klug, die unausweichlichen Schritte jetzt schon zu gehen, da man so auch die angebotenen und notwendigen Unterstützungen seitens des Bistums in Anspruch nehmen könne. Die Frage nach der Dringlichkeit vergleicht RM mit der Situation der umgebenden Sportvereine: auch hier seien Fusionen notwendig gewesen, um ein Fortbestehen zu garantieren. Und je eher, desto besser für alle! Unsere Gesellschaft sei durchzogen von strukturell geprägten Institutionen, man müsse diese nur mit Leben füllen! Aus seiner 25-jährigen Erfahrung als Seelsorger und Pfarrer könne er nur zu gut beurteilen, dass der vorgeschlagene Weg „alternativlos“ sei.

Frau Isert ergreift daraufhin das Wort, um der Versammlung ihren Dank an all diejenigen Amtsträger zum Ausdruck zu bringen, die Pfarrer Modenbach bei seinen vielfältigen Aufgaben haupt- und ehrenamtlich unterstützt hätten und dies auch in Zukunft tun.

Die Trendabstimmung am Schluss der Pfarrversammlung bewertete den vorgestellten Weg als richtig. Pfarrer Reiner Modenbach versprach, beide Pfarreien über die weiteren Schritte zeitnah zu informieren.

RM schließt die Aussprache mit einer persönlichen Einschätzung: Er sei gespannt, was die Zukunft bringe – große Spielräume gebe es jedoch nicht! Er zeigt sich überwältigt von dem regen Interesse der Gemeindemitglieder an dieser Informationsveranstaltung und bedankt sich bei den Anwesenden für deren Erscheinen.

RM informiert die Versammlung noch kurz über die Versetzung von Subsidiar Pfr. Abena in das Freigericht (Bernbach und Altenmittlau). Als Ersatz wird ab 1.6.2017 Pfarrer Stefan Ott in das Pfarrhaus Großentaft einziehen und dessen Aufgaben übernehmen. Zusätzlich fungiert er als Polizeiseelsorger. Die Versammlung endet mit einem gemeinsamen Gebet.

Text: Bericht Winfried Möller; Protokoll der Aussprache: Richard Walk                                                                                                                                                                    Fotos: Winfried Möller


 

Einladung zur Pfarrversammlung

Die katholischen Pfarreien St. Joseph Großentaft und St. Johannes der Täufer und St. Cäcilia Rasdorf  haben miteinander vereinbart, in naher Zukunft einen gemeinsamen Weg zu gehen.

Dies ist ein erster Schritt in Richtung einer noch größeren Pfarrgemeinde, die sich gemäß der strategischen Ziele des Bistums Fulda bis zum Jahr 2030 aus den Pfarreien des bisherigen Pastoralverbundes Hessisches Kegelspiel zu den Hll. 14 Nothelfern bilden wird.

Diese bevorstehenden Entwicklungen führen zu gravierenden Einschnitten im Leben der bisherigen Pfarrgemeinden:

  •  weniger Priester und damit verbunden weniger Hl. Messen

  •  zentrales Pfarrbüro

  •  weniger Immobilien

  •  usw.


Um alle Gemeindemitglieder von Großentaft und Rasdorf mit ihren Filialgemeinden Grüsselbach, Setzelbach, Soisdorf und Treischfeld über die kommenden Schritte zu informieren, laden die beiden Pfarrgemeinderäte sowie die sechs Verwaltungsräte zu einer Informationsveranstaltung mit Gedankenaustausch


am 28. März 2017 um 20:00 Uhr


in das Haus Hessisches Kegelspiel in Großentaft ein.