"Dem Durstigen geben von der Quelle lebendigen Wassers" - Gebetsnacht auf dem Gehilfersberg

Mit einem beeindruckenden Familiengottesdienst begann die Gebetsnacht des Pastoralverbunds Hessisches Kegelspiel zu den Heiligen Vierzehn Nothelfern auf dem Gehilfersberg bei Rasdorf. Die fünf Gottesdiensteinheiten von 19 – 24 Uhr standen unter dem Thema: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst (Off. 21.6)“.

In Anlehnung an das Evangelium vom Gespräch Jesu mit der samaritischen Frau am Jakobsbrunnen spielten Luis Schmitt, Jakob Gerhard und Maximilian Wille einen reichen Mann, der glaubte, sich alles mit seinem Geld leisten zu können. Auch die Wüste wollte er damit bezwingen. Die unbarmherzige Sonne ließ seinen Durst wachsen und trocknet seinen Körper aus. Es gab keine Kaufläden und als er sich in einen Brunnen beugt, verschwandt sein Geld in diesem. Ein mitleidfühlender Beduine schöpft ihm Wasser, netzt ihm die Stirn und gab ihm unentgeltlich zu trinken. Das Wichtigste im Leben sei nicht zu kaufen. Was Durst bedeute könnten wir Menschen gerade in dieser lang anhaltenden heißen Sommerzeit erspüren, ergänzte Pfarrer Reiner Modenbach. Jesus habe nicht nur den Durst der Frau am Jakobsbrunnen gestillt, sondern auch ihren inneren Durst nach Liebe und Geborgenheit.  Er schenke uns die Liebe und das ewige Leben. Das erführen wir als Gläubige in jeder gottesdienstlichen Feier. Die Eucharistiefeier hatte das Familiengottesdiensteam mit Gemeindereferent Stefan Arnreich ausgearbeitet und durch Fürbitten und einen meditativen Text über „Ich will sein wie Wasser“ mitgestaltet. Der Rasdorfer Projektchor (Dirigentin Karolina Seidel, Klavier Philipp Geistlinger) verantwortete den musikalischen Teil und begleitet den Gemeindegesang.  Der Schwerpunkt der folgenden ökumenischen Gebetseinheit, ausgearbeitet durch die Ökumenische Kirchengemeinde Eiterfeld, war „Gott macht Mut das Wasser des Lebens weiterzugeben“. Verdeutlicht wurde das durch geweihtes Wasser, mit dem sich die Anwesenden bekreuzigten und es weitergaben. Für den musikalischen Rahmen sorgte Musica Nova (Leitung und Gitarre Martina Wolf, Querflöte Franziska Diel). „Gott ist die Quelle“, so der Schwerpunkt des Lobpreisgottesdienstes. Klaus Isert und Christof Hau interpretierten mit besinnlichen und sich Gott hingebenden Texten. Die dazu passenden Gemeindegesänge begleiteten Maria Teresa Weiss (Gesang), Benjamin Weiss (Klavier), Imanoil Hartmann (Cajon),und Klara Quanz (Geige). Meditativ gestaltet war die vorletzte Einheit „Taizé – Gebet“.  Zu den von Andrea Budde und Karin Grosch vorgetragenen Texten sang die Gemeinde Taizé – Gesänge in der für den durch Frére Roger Schutz gegründeten französischen Begegnungsort in Burgund üblichen Form. Den Abschluss der Gebetsnacht in der Wallfahrtskirche bildete die Komplet mit eucharistischem Segen. Vor dem in der Monstranz ausgesetzten eucharistischen Brot beteten Gemeindereferentin Maria Martina Fischer, Anja Gabel und Daniela Vögler im Wechsel mit der Gemeinde das Nachtgebet der Kirche. Nach dem eucharistischen Segen durch Pfarrer Reiner Modenbach dankte dieser den Akteuren. Besonderer Dank galt Maria Martina Fischer, für den mit Kerzen illuminierten und Tüchern und der Ikone gestalteten Gottesdienstraum. Ebenso Theodor und Nadine Lenz für die farbige Lichtgestaltung im Innen- und Außenbereich sowie die Visualisierung der Lieder, so dass jeder in der abgedunkelten Kirche mitsingen konnte.


Text und Fotos: Winfried Möller