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Ein Heiliger zur rechten Zeit

Gedenkgottesdienst
Gedenkgottesdienst


Der Förderverein Point Alpha hatte im November 2015 das erste überlebensgroße Denkmal für Papst Johannes Paul II. in Deutschland auf dem Schlossplatz in Geisa eingeweiht. Die Statue schuf seinerzeit der Schlitzer Bildhauer Ulrich Barnickel im Auftrag des Vereins. Jährlich findet seitdem ein Dankgottesdienst in der Stadtpfarrkirche für den inzwischen heiliggesprochenen Papst statt, um an dessen Verdienste zur Wiedererlangung der Freiheit in der DDR und anderen Ostblock-Ländern zu erinnern. In diesem Jahr zelebrierten den Gottesdienst Stadtpfarrer Martin Lerg und Propst em. Heinz-Josef Durstewitz (Eisenach).
Martin Lerg erinnerte sich an den Besuch des Papstes am 18. November 1980 in Fulda. Er selbst hatte das Ereignis als 17-Jähriger miterlebt. Neun Jahre nach seinem Besuch in der hessischen Domstadt habe Johannes Pauls Engagement für Frieden und Freiheit mit dazu beigetragen, dass es zur friedlichen Revolution in der DDR kam und die Grenze aufging. 2014 hatte die römisch-katholische Kirche den 2005 verstorbenen Papst heiliggesprochen. “Jede Zeit bekommt von Gott Heilige geschickt, die nötig sind für sein Volk”, sagte Pfarrer Lerg. Einer von ihnen sei “Johannes Paul der Große”. Dass er ein Heiliger war, habe man an bestimmten Stellen schon zu dessen Lebzeiten gespürt”, erklärte er.
Die drei Jahrzehnte seit der Wiedervereinigung haben viele neue Entwicklungen gebracht, nicht nur positive. “Heute würde Johannes Paul II. sagen: Passt auf, was hier vor sich geht, wenn Menschen nicht mehr als Ebenbild Gottes gesehen werden, sondern die Welt wie ein Konzern gelenkt wird. Passt auf, dass wir nicht vergessen, uns zu Gott zu bekennen”, mahnte er.
Nach dem Gottesdienst traf man sich zu einer Statio vor der Papst-Skulptur auf dem Schlossplatz. Pfarrer Lerg sprach ein Gebet. Raymond Walk, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Point Alpha, berichtete von einem Besuch in Krakau, wo Johannes Paul II. vor seiner Wahl zum Papst als Kardinal gewirkt hatte. In der Stadt spüre man, wie er auch heute noch verehrt werde.


Text: Stefan Sachs                                                                                                                                      Bilder: Stefan Sachs


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