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Für das Gute?

Interview mit dem ehemaligen Knastarzt Joe Bausch in der HERDER-Korrespondenz
Reaktion der Gefängnisseelsorge Deutschland

Deutschlands berühmtester „Knastarzt“ Joe Bausch, der den Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth im Kölner „Tatort“ verkörpert, ist in der HERDER-Korrespondenz mit der Redakteurin Hilde Naurath im Gespräch. Das Interview „Gegen das Gute“ geht über Schuld und Reue, Nächsten- und Feindesliebe, Gefängnisseelsorge und die Gewissensfrage. Die Knast-Erfahrungen von Bausch zeigen wie „hoch die Ansprüche des Christentums“ und der Gefängnisseelsorge im 21. Jahrhundert geworden sind. So sagt Bausch im Interview.

„Die Zeit von Büßen und Beten ist längst vorbei, aber das Angebot wird wahrgenommen; ein bisschen weniger, seit klar ist, dass es kein ungestörter Platz für Drogengeschäfte ist. Viele Gefangene brauchen die Gefängnisseelsorge zum Beispiel für die dringende Verbindung nach draußen, für die Möglichkeit, mal zusätzlich und länger mit jemandem zu telefonieren, ohne vorher Anträge zu stellen. Die Gefängnisseelsorge verfügt über eine freie Leitung, Verbindungsdaten werden nicht registriert, die Gespräche von niemandem sonst mitgehört. Im Gefängnis hat nur derjenige Bedeutung, der Vorteile verschaffen kann Religiosität ist dagegen mühevoller“, so Bausch.

Das schmerzliche Konfrontiertsein mit dem Glaubensschwund und der fortschreitenden Säkularisierung in der Gesellschaft, sowie im eigenen Lebensumfeld machen auch vor Knastmauern keinen Halt. Als niederländischer Diakon im Bistum Fulda und katholischer Gefängnisseelsorger in den Justizvollzugsanstalten Hünfeld und Fulda, möchte ich mich mit dieser Thematik unter dem Titel „Für das Gute?!“ in Form einer ‚KNASTKorrespondenz‘ weiter auseinandersetzen. Dabei bedanke ich mich zuerst beim pensionierten Gefängnisarzt und Spiegel-Bestsellerautor Joe Bausch, sowohl für das gegebene HERDERInterview, als auch für seine scharfe Wahrnehmung und seinen langjährigen Einsatz hinter ‚schwedischen Gardinen.‘

Drei Fragen zum Interview neu beleuchtet
Auf drei konkrete Fragen aus der HERDER-Korrespondenz möchte ich eingehen, um die praktischen Erfahrungs-Unterschiede und Sichtweisen zu definieren. Wir arbeiten mit einer „energetischen Seelsorge“ und „Theologie der Stärkung.“ Mit einem anderen Blick auf den Ausdruck und die Entwicklung der Gefängnisseelsorge in unserer Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.
- Wird die Bibel im Gefängnis gelesen?
- Bekannt ist das Buch für Sätze wie: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Wie kommt so eine Forderung im Gefängnis an?
- Der christliche Anspruch geht ja noch weiter: Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.

Lesen Sie hier weiter: https://gefaengnisseelsorge.net/fuer-das-gute-knastarzt-joe-bausch
In PDF: https://gefaengnisseelsorge.net/wp-content/uploads/2023/02/Fuer-das-Gute.pdf


Text & Bild: Diakon Dr. mult. Meins G.S. Coetsier | JVA Hünfeld + Fulda