Reisetagebuch Jugendwallfahrt Padua-Rom-Assisi 04.10.2025
Heute ist es soweit! Um 4 Uhr morgens startet unsere Gruppe, bestehend aus über 50 Jugendlichen aus dem Geisaer Amt, dem Pastoralverbund Hessisches Kegelspiel und dem Raum Frankfurt mit ihren jeweiligen Betreuern, am Eiterfelder Busbahnhof und macht sich auf zur Jugendwallfahrt Richtung Italien.
Wärend der insgesamt Busfahrt stimmen wir uns mit geistlichen Impulsen auf unsere Pilgerreise ein. Um Luce, das offizielle Maskottchen des Vatikans zum Heiligen Jahr, geht es da zum Beispiel. Luce - das bedeutet Licht. "Wenn wir unterwegs sind, ob im Leben oder auf dieser Reise, gibt es Momente, in denen wir nicht genau wissen, wohin es geht. Dann ist es gut, ein Licht zu haben, das uns leitet. Luce erinnert uns daran, dass Gott dieses Licht ist", gibt uns Gemeindereferentin Klarissa Nitsche mit auf den Weg. Als es langsam hell wird, werden die Gespräche im Bus munterer. Pausen müssen natürlich auch sein, mal etwas essen, zur Toilette, kurz die Beine vertreten. Am Nachmittag liest uns Gemeindereferentin Maria-Martina Fischer einen Bibeltext vor. Gottes Wort und Berufung ist das Thema. "Hattest Du in Deinem Leben schon Erfahrungen, die Dich haben spüren lassen: Gott ist da?" Mit dieser Frage sind wir zum Nachdenken aufgefordert. "Woran erkennt man uns eigentlich als Christen?", lautet später eine Frage. Einige der jungen Teilnehmer können dazu etwas sagen; Valentin und Paulus, dann Jakob. "Nicht an Äußerlichkeiten erkennt man Christen, sondern an ihrem Handeln und daran, dass sie nicht schweigen", ist die zentrale Erkenntnis. insgesamt 13 Stunden kommen wir ein bisschen müde, aber gespannt auf die Erlebnisse, die vor uns liegen, in der schönen Stadt Padua an. Wir gehen direkt zur Basilika Sant Antonio, die nahe unserer Unterkunft ist und feiern in der Klosterkapelle, zelebriert von Kaplan Marcel Krawietz, heilige Messe. Darauf, was Heiligkeit eigentlich bedeutet, geht er in seiner Predigt ein. Gott selbst sei der einzige, der vollkommen heilig ist. Oder anders ausgedrückt: vollkommen glücklich. Und dieses Glücklichsein möchte Gott auch für jeden von uns. Die Heiligen seien demnach Menschen, die mit Gott glücklich geworden sind.
Nach dem Gottesdienst haben wir noch Gelegenheit, die prachtvolle Basilika zu bewundern, in der der heilige Antonius seine letzte Ruhestätte gefunden hat. In Gruppen erkunden wir in einem abendlichen Spaziergang Padua. Dann fallen alle müde ins Bett.
Text: Lydia Hohmann Bilder: Julia Wolf / Lydia Hohmann